ANALYSE-WAHL
Wie in der allgemeinen Einführung bereits dargestellt, hat der Analytiker die Wahl zwischen vielen
| Signalmodelle | Statische Modelle | Dynamische Modelle |
|---|---|---|
| Spektren | Korrelation | Auto-/Kreuz- Korrelationsfunktion |
| ZeitreihenAnalyse | Regressionsanalyse | Auto-/Kreuz- Leistungsdichtespektren |
| Trend(linear, nichtlinear) | Faktoranalyse | Ortskurve |
| Trend (saisonal) | Versuchsplanung | log. Amplitudenfrequenzgang |
| parametrisches Restfehlermodell ARIMA-Type | Varianzanalyse | log. Phasenfrequenzgang |
Bemerkung: Diese oben aufgeführten Methoden sind zweckgerichtet ausgewählt zur Identifikation unbekannter [Signal-]Prozesse und erlauben eine Untersuchung im bzw. in der Umgebung des Arbeitspunktes. Es war nicht Absicht der Entwickler, alle möglichen Methoden in das Tool aufzunehmen. Sollte es sich herausstellen, dass eine wesentliche Methode fehlt, kann diese über die PlugIn-Schnittstelle relativ einfach nachinstalliert werden.
Hier setzt nun die Beratungsfunktion des ADM-Tools ein, d.h. aus der Menge der zur Verfügung stehenden Analysemethoden wird dem Analytiker mittels farbiger Pfeile die sinnvoller Weise anzuwendende Methode angezeigt. Dabei bedeuten die Farben:
- ---> - empfohlen
- ---> - möglich
- ---> - nicht erlaubt und
- ---> - bereits ausgeführt, kann wiederholt
werden. Das Initialangebot an empfohlenen/möglichen Analyseverfahren gibt ein sinnvolles Spektrum von Methoden in der jeweiligen Modellkategorie vor. Wenn sich der Analytiker für eine Methode entschieden hat, ist auch die Art der Datenstrukturen festgelegt und damit der Umfang des Beratungsraumes. Bei einigen Methoden wie z.B. der Regressionsanalyse, der Ermittlung parametrischer Prozessmodelle oder auch der Versuchsplanung ist die Angabe einer Modellgleichung erfoderlich. Während für die aktiv experimentierten Versuchsplanungsmodelle diese in einer Auswahlbox vorgegeben werden, kann der Analytiker diese für den Regressionsansatz in analytischer Form - wie aus der Mathematik gewohnt -
- als
y=b0+ b1*x1+b2*x2+b3*x1**2+b4*x2*x3+... |
|---|
![]() |
oder
- als
y[k]=d1*y[k-1]+d2*y[k-2]+...+c0*x1[k]+c1*x1[k-1]+...+ci*x2[k]+... |
|---|
![]() |
formulieren. Die Analyse der Gleichung erfolgt zur Laufzeit und stellt einerseits
- die mathematischen Variablen für die Zuordnung zu den phys.-techn. Signalbezeichnungen durch Rangierung bereit und andererseits
- wird die funktionelle Verknüpfung der Terme intern realisiert.
Dadurch kann der Analytiker sein Modell zur Laufzeit in gewohnter Weise sehr frei strukturieren und evtl. noch auf Informationen, die aus der Visualisierung des Datenmaterials resultieren, reagieren. Nachdem die mathematisch, statistische Auswertung der selektierten Daten erfolgt ist, werden die Ergebnisse in Textform protokolliert, wobei die:
- gewählten Nebenbedingungen,
- statistischen Signaleigenschaften,
- Einhaltung der mathematischen Voraussetzungen und
- Ergebnisse in einer der Erwartungshaltung des Analytikers entsprechenden Form
dokumentiert werden; eine Speicherung ist möglich. Wenn möglich werden die Ergebnisse auch grafisch aufbereitet und zum Vergleich mit den Originaldaten bereitgestellt, z.B. können so in einem Grafikfenster:
- der Signalverlauf:
- yk=f(xk,z) als Signalfolge bzw.
- y(tk)=f(x(tk),z) als Signalverlauf
- der approximierte Verlauf: y^k=f(xk) bzw. y^(tk)=f(x(tk)) und
- der Fehlersignalverlauf: εk=yk - y^k bzw. ε(tk)=y(tk) - y^(tk)
dargestellt werden; auch:
- statische Zusammenhänge y^=f(x) sind zur Betrachtung vorbereitet und
- dynamische Kennfunktionen ( G(jω); LAF(ω); LPF(ω); ...)
werden u.a. bereitgestellt. Weitere Diagramme sind auch im Punkt "Anwendung" zu sehen. Die in einem Grafikfenster einzutragenden Diagramme/Funktionen/Signalverläufe/... sind frei kombinierbar - es können bei Bedarf auch mehrere Grafikfenster gleichzeitig geöffnet sein - und geben damit dem Analytiker vielfältige Möglichkeiten bei der visuellen Einschätzung der Ergebnisse.



