Datenhaltung
In beiden Fällen sollte eine wohlgeordnete Datenhaltung in:
- einer Datenbank oder
- einem Filesystem
vorhanden sein. Von besonderer Bedeutung ist die Mitführung eines Zeitstempels, der Auskunft über den Zeitpunkt (tk) des Auftretens der erfassten Daten-/ Signal-Tupel gibt. Ist die Struktur eines Prozesses durch eine konstante / variable Verknüpfung der OPERATOREN gekennzeichnet, ist dies bei der Daten- / Signal- Tupelzusammenstellung im Sinne von Nebenbedingungen zu berücksichtigen. Der Sachverhalt der online Datengewinnung im Allgemeinen und unter dem Aspekt verketteter OPERATOREN im Besonderen soll durch das folgende Bild veranschaulicht werden.
Bemerkung: Ein Operand - ODl(u) - wird durch Operatoren - PEi - entsprechend der in dem Arbeitsplan hinterlegten Technologie bearbeitet und entlang der Wege - gestrichelte Linien - in der Anlage(n) vom Rohzustand ODl(0) zum Fertigprodukt ODl(L) geformt. Im vergrößerten Bildausschnitt sind die am Operator messbaren Signale Xe - Eingangssignalvektor, Y - Ausgangssignal[vektor], q - Zustandssignalvektor und die nicht meß- und steuerbaren Störgrößen z angetragen. Innerhalb des Operators erfolgt die Bearbeitung, d.h. die funktionelle Umwandlung des Operanden gemäß Y=f(*).
Ein Daten-/ Signal-Tupel ist ein Vektor
x=(x1, x2, ...xi, ...xI, tk)T
der eine Realisierung der am Prozess gemessenen Signale zum Zeitpunkt (tk) darstellt. Der Analytiker denkt einerseits in
- physikalisch-technologischen Signalbezeichnungen, wenn er das Prozessverhalten beschreibt, andererseits in
- mathematischen Variablen, wenn es um die analytische Beschreibung eines Sachverhaltes geht und unter Umständen auch in
- Sensorbezeichnungen, wenn es um die gerätetechnische Benennung des Signals geht.
Letztere sind in der folgenden Rangiertabelle ausgegraut, da diese bei analytischen Fragestellungen nur eine untergeordnete Rolle spielen. Für die Analyseaufgaben muss eine eindeutige Zuordnung der mathematischen Variablen zu den physikalisch-technologischen Signalbezeichnungen im Sinne einer RANGIERUNG vorgenommen werden:
| math. Variable | phys.-techn. Signalbez. | Sensorbez. |
|---|---|---|
| x1 | SignalNamei | SensorNamei |
| x2 | SignalNamej | SensorNamej |
| ... | ... | ... |
| xI | SignalNamep | SensorNamep |
Bemerkung: Die Indizees i, j, ..., p kennzeichnen Elemente aus der Menge aller Signale; einmal gewählte schliessen eine nochmalige Benutzung aus! DasADM-Tool unterstützt den Analytiker hierbei, indem diese Dynamik in der bereitgestellten Zuordnungs-GUI automatisch realisiert wird.
Werden die Daten einer Datenbank entnommen, ist i. Allg. keine Manipulation am Format der Zeit notwendig. Wenn die Daten in Files zur Verfügung gestellt werden, muss der Analytiker selbst für das richtige Format der Zeitdarstellung sorgen. Das ADM-Tool erkennt folgende Zeitformate:
- UNIXformat: Integer Zahl (Sekunden seit 01.01.1970)
- tt.mm.jjjj hh:mi[:ss] (z.B. 15.07.2007 12:34[:56])
- tt.mon.jjjj hh:mi[:ss] (z.B. 17.FEB.2008 04:02[:05])
automatisch; sie können auch von Vektor zu Vektor wechseln; es sollten jedoch durchgängig die Zeitangaben alle mit oder alle ohne Sekunden vorliegen, da es sonst zu Konflikten kommen könnte.


